Nachhaltiger Bankbetrieb

Konsequent ressourceneffizient

Wir denken an die Welt von morgen – und engagieren uns deshalb aktiv für Umwelt- und Klimaschutz. Über unser Kerngeschäft erzielen wir die größte Wirkung. Den Anfang aber machen wir im eigenen Haus und verkleinern unseren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich. Die Klimastrategie der UniCredit dient uns dabei als Orientierung. Wir nutzen erneuerbare Energien, setzen Ressourcen effizient ein, reduzieren und kompensieren unsere CO2-Emissionen und betreiben so den ganzen Bankbetrieb und unsere Filialen CO2-neutral.

Seit 2006 steuern und verbessern wir unsere betriebliche Umweltleistung über ein Umweltmanagementsystem, das nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifiziert ist. Wir setzen uns Ziele, stoßen Verbesserungsmaßnahmen an und überprüfen regelmäßig umweltrelevante Aspekte. Neben den Zentralstandorten sind seit Ende 2014 auch alle weiteren eigenen bankgenutzten Standorte in unser Umweltmanagementsystem einbezogen.

Detaillierte Kennzahlen unseres Umweltmanagements machen wir in unserer Öko- und CO2-Bilanz transparent.

CO2-neutraler Bankbetrieb

CO2-Emissionen im Bankbetrieb entstehen vorrangig durch Energieverbrauch und Dienstreisen sowie durch Papier-, Wasserverbrauch und Abfallaufkommen. Oberste Priorität hat für uns die Vermeidung von CO2-Emissionen durch Energieeffizienz und den sparsamen Einsatz von Ressourcen. Darüber hinaus beziehen wir Strom aus erneuerbaren Energien und vermeiden dadurch die Entstehung von CO2-Emissionen. Wo die Vermeidung von Emissionen nicht möglich ist, kompensieren wir sie über den Ankauf von CO2-Zertifikaten und sorgen so dafür, dass mit Klimaschutzprojekten an anderer Stelle CO2 eingespart wird.

Unseren Bankbetrieb betreiben wir durch die ergriffenen Maßnahmen und mit der Unterstützung unserer Mitarbeiter seit Mitte 2013 komplett CO2-neutral. Unsere Infografik veranschaulicht die wichtigsten Maßnahmen auf diesem Weg.

Green Building

Bei Bau- und Renovierungsmaßnahmen achten wir konsequent auf Energie- und Ressourceneffizienz, Materialökologie und Gesundheitsaspekte. Unser Leuchtturmprojekt ist die Grundsanierung des denkmalgeschützten HVB-Towers in München. Er ist das größte Gebäude der HypoVereinsbank in Deutschland mit dem höchsten Ressourcenverbrauch und hat damit auch das größte Einsparungspotenzial.

Nach einer rund dreijährigen Umbauzeit präsentiert sich die Firmenzentrale nun als energieeffizientes Green Building mit modernen Arbeitswelten, das den Anforderungen einer nachhaltigen Unternehmensstrategie entspricht. Mit Abschluss der Sanierung hat der HVB-Tower Anfang 2016 die "LEED Platinum"-Zertifizierung erhalten und ist somit das einzige denkmalgeschützte Hochhaus in Deutschland, das im Rahmen dieses Bewertungssystems mit Platin ausgezeichnet ist.

Zum anspruchsvollen Nachhaltigkeitskonzept gehören:

  • Nutzung von Grundwasser zum Heizen und Kühlen
  • hocheffiziente Wärmerückgewinnung
  • multifunktionale Fassade mit natürlicher Belüftung mittels öffenbarer Fenster
  • energieeffiziente Beleuchtung

Die prognostizierte Energieeinsparung beträgt über 50 Prozent für die Heizenergie und über 25 Prozent für die Stromversorgung. Im Rahmen des bauökologischen Materialkonzepts wurden etwa 90 Prozent des entstandenen Bauschutts und der Bauabfälle recycelt.

Auch das eingesetzte Smart-Working-Konzept, das flexibles und tätigkeitenspezifisches Arbeiten ermöglicht, hat als positiven ökologischen Nebeneffekt die Verringerung der benötigten Nutzfläche durch konsequente Flächenoptimierung.

Nachhaltige Beschaffung

Auch das Einkaufsvolumen für den Bankbetrieb ist von substanzieller Größe in Hinsicht auf den Klimaschutz. Wir achten beim Einkauf konsequent auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards. Festgeschrieben sind diese in der konzernweit gültigen Richtlinie „Vendor Qualification” der UniCredit. Danach verpflichten wir Lieferanten, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, schonend mit Ressourcen umzugehen, Abfall zu vermeiden, die Standards der International Labour Organization (ILO) einzuhalten sowie Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit in der gesamten Lieferkette zu berücksichtigen.

Papier, Wasser und Abfallmanagement

Abfall entsteht in der HypoVereinsbank in erster Linie in Form von Papier und Restmüll. Durch eine sorgsame Trennung schaffen wir die Voraussetzung für eine fachgerechte Aufbereitung und Wiederverwertung. Leere Tonerkartuschen spenden wir beispielsweise an die TipTopBox, ein Sozialprojekt der gemeinnützigen diakonia GmbH, die für eine fachgerechte Wiederbefüllung sorgt. Ziel ist es jedoch, Abfall nach dem Grundsatz der Abfallhierarchie von vornherein zu vermeiden. Unsere Konzepte zur Abfallvermeidung entwickeln wir ständig weiter und informieren die Mitarbeiter darüber.

Wir verwenden ausschließlich Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC-zertifiziert) oder Recyclingpapier. Unser Ziel ist es, den Verbrauch weiter zu reduzieren und verstärkt Recyclingpapier einzusetzen. Unser Wasserverbrauch als Finanzdienstleister ist branchenbedingt verhältnismäßig gering. Es werden wassersparende Maßnahmen nach dem Stand der Technik eingesetzt.

Umweltverträgliche Dienstreisen

Mobilität ist für die Geschäftstätigkeit der HypoVereinsbank unabdingbar. Umso wichtiger ist es, sie ökologisch und effizient zu planen und so die negativen Auswirkungen von Dienstreisen so weit wie möglich zu reduzieren. Ökologischer Vorreiter bei dienstlicher Mobilität zu werden – das ist unser Ziel. Dazu haben wir Reiserichtlinien entwickelt und ein Mobilitätsmanagement eingerichtet.

Klimaverträgliche Dienstreisen

Die Richtlinie der HypoVereinsbank für Geschäftsreisen legt fest, Dienstreisen auf ein notwendiges Maß zu begrenzen. Um dies zu erreichen, forcieren wir seit einiger Zeit den Einsatz von Web- und Videokonferenzen. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter angehalten bei einer Fahrtdauer von unter vier Stunden die Bahn sowie für Termine innerorts öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Die Dienstfahrten unserer Mitarbeiter mit dem Zug werden seit 2010 von der Deutschen Bahn über den Bezug von grünem Strom CO2-neutral gestaltet. Die Flugreisen konnten von 2016 auf 2015 durch eine Anpassung der Reiserichtlinie um 23 % reduziert werden. Als Anreiz für unsere Mitarbeiter, für ihren täglichen Arbeitsweg öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, stellen wir ihnen in München, Hamburg und Nürnberg ein Jobticket zur Verfügung.

Nachhaltiger Fuhrpark

Mit unserem umweltfreundlichen Flottenmanagement zählen wir zu den Vorreitern in Deutschland. Für Poolfahrzeuge und Dienstwagen haben wir strenge CO2-Obergrenzen definiert. Neufahrzeuge müssen hohen Effizienzstandards genügen. Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch konnte seit der letzten Anpassung der Car Policy 2012 um 13 Prozent reduziert werden. Die verbleibenden CO2-Emissionen der verbleibenden Dienstflüge und -fahrten kompensieren wir seit Sommer 2013 im Rahmen der CO2-Neutralstellung unseres gesamten Bankbetriebs. Unser Mobilitätskonzept entwickeln wir laufend weiter und prüfen dazu alternative Antriebstechnologien und Mobilitätsmodelle am Mark.

Green Events

Bei Veranstaltungen beachten wir nachhaltigkeitsrelevante Aspekte hinsichtlich An- und Abreise, Barrierefreiheit, Bewirtung und Energieverbrauch. Ausgewählte Veranstaltungen werden in einem Bewertungstool anhand bestimmter Kriterien bewertet. Die CO2-Emissionen, die durch diese Veranstaltungen anfallen, werden berechnet und über Ankauf und Stilllegung von CO2-Zertifikaten kompensiert.

Ressourceneffizienz durch Green IT

Zwei Rechenzentren mit einer Fläche von umgerechnet zwei Fußballfeldern gewährleisten den sicheren Betrieb unserer IT-Infrastruktur. An unseren gesamten CO2-Emissionen haben sie einen großen Anteil: Jährlich verbrauchen sie so viel Energie wie 11.000 Haushalte. Wir modernisieren sie daher laufend und setzen auf innovative Technik. So kühlen wir eines der Rechenzentren seit 2010 mit dem Wasser des nahe vorbeifließenden Eisbachs im Münchner Englischen Garten. Außerdem nutzen wir Inline Air Cooling – ein neuartiges, im Hause entwickeltes Kühlsystem. Es nutzt die natürliche Luftströmung aufsteigender Wärme und absinkender Kälte in idealer Weise für den Betrieb und die Kühlung der IT-Infrastruktur in unseren Rechenzentren. Über diese Umstellung sparen wir jährlich 5.000 MWh Energie ein. Dies entspricht etwa 2.750 Tonnen CO2.

Weitere Themen

  1. Saubere Sache

    Unser Weg zum CO2-neutralen Bankbetrieb

  2. Umweltverträglich Reisen

    Mobilität für morgen

  3. Klima- und Umweltschutz als Verpflichtung und Geschäftsfeld

    Klare Ziele und umfassende Dienstleistungen