Nachhaltigkeit ist eine Frage der Organisation

Verbindliche Grundsätze und effiziente Managementsysteme

Nachhaltigkeit im Unternehmen zu verankern, erfordert ein klares Bekenntnis. Und noch weit mehr. Über Managementsysteme, spezifische Programme, verbindliche Verhaltensrichtlinien und klare organisatorische Strukturen sichern wir die Umsetzung unseres nachhaltigen Geschäftsmodells. Und das nicht erst seit der Finanzmarktkrise.

Gruppenweite Verankerung von Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsmanagement verlangt Teamwork und das Ineinandergreifen von Prozessen. Gruppenweit wurde zu diesem Zweck das Group Environmental and Social Council (GESC) ins Leben gerufen. Das hochrangig besetzte GESC beaufsichtigt die Einführung der ökologischen und sozialen Initiativen und Engagements von UniCredit. Zusammen mit anderen relevanten Konzerneinheiten (Konzernrisikomanagement, Geschäftsbereiche und Konzerntöchter) trägt das GESC die Verantwortung für die Vorlage aller relevanten Aktivitäten, einschließlich der Strategien, Jahresziele und Vorgaben zur Genehmigung durch das Executive Management Committee. Die Abteilung Group Sustainability in Mailand fungiert als Geschäftsstelle des GESC und steht im ständigen Austausch mit dem Nachhaltigkeitsmanagement der HypoVereinsbank.

Die Einführung der gruppenweiten integrierten Berichterstattung im Jahr 2014 hat uns in unserer Fähigkeit gestärkt, Fortschritte hinsichtlich ökologischer, gesellschaftlicher und auf Governance-bezogener Ziele ebenso zu überwachen wie das Erreichen unserer finanziellen Ziele. Die integrierte Berichterstattung ermöglicht uns auch ein tieferes Verständnis der Vorzüge einer integrierten Corporate Governance.

Klare Verantwortlichkeiten

Verantwortlich für die Nachhaltigkeitsstrategie und -kommunikation der HypoVereinsbank ist ihr Vorstandssprecher Dr. Theodor Weimer. Operativ gesteuert und weiterentwickelt wird unser Nachhaltigkeitsmanagement von der Abteilung Corporate Sustainability. Über Erreichtes informieren wir jährlich im Group Integrated Report von UniCredit, der auch die Aktivitäten der Tochtergesellschaften umfassend abdeckt, sowie in unseren Entsprechenserklärungen zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

Eigene Werte und Grundsätze

Die Basis für unser Handeln bildet das Leitbild von UniCredit. Darin verpflichten wir uns, Wert für unsere Stakeholder zu schaffen. Mit der Integrity Charter verfügen wir über einen konzernweit gültigen Wertekodex, der Fairness, Transparenz, Respekt, Gegenseitigkeit, Freiheit und Vertrauen zu den handlungsleitenden Prinzipien aller Mitarbeiter macht. Darauf aufbauende Managementrichtlinien beschreiben, wie wir unsere Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft konkret umsetzen. Öffentlich bekennen wir uns durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Initiativen zu einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Dialog mit Stakeholdern

Im Zentrum unseres Geschäfts stehen die Interessen unserer Stakeholder. Wir berücksichtigen ihre Erwartungen und beziehen sie in die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie ein. Dazu führen wir regelmäßig Befragungen bei Kunden, Nicht-Kunden, Mitarbeitern und Meinungsführern durch und tauschen uns persönlich mit ihnen aus. Wir erhalten darüber wichtige Hinweise auf mögliche Chancen und Risiken unseres Geschäfts – und richten unsere Produkte, Prozesse und die Geschäftsstrategie frühzeitig darauf aus. Die Ergebnisse unserer Befragungen und Dialoge fließen weiterhin in die regelmäßig aktualisierte Wesentlichkeitsmatrix von UniCredit ein. Sie informiert darüber, welche Aspekte unserer Geschäftstätigkeit für unsere Stakeholder und für uns als Bank zentralen Stellenwert innehaben.

Gelebte Corporate Governance

Neben geltenden Gesetzen achten wir selbst auferlegte Grundsätze. Unser Code of Conduct definiert für alle Mitarbeiter und den Vorstand verbindliche Regeln zum Umgang mit Interessenkonflikten, zur Vermeidung von Korruption und Geldwäsche sowie zum korrekten Verhalten gegenüber Wettbewerbern. Compliance, verstanden als das Transparentmachen von Risiken und Verhindern von Gesetzesverstößen, hat in den vergangenen Jahren für den Bankensektor erheblich an Bedeutung gewonnen. Unter Compliance wird die Einhaltung sämtlicher für die Bank relevanten gesetzlichen Pflichten, Vorschriften, Regeln und Standards sowie ethisch und moralisch einwandfreies Handeln verstanden. Unsere Compliance-Abteilung identifiziert die wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben, die für die Bank gelten, und ermittelt die Risiken, die aus der Nichteinhaltung dieser Regularien entstehen können. Dazu gehören nicht nur unmittelbare Risiken wie Strafen, sondern auch potenzielle Verluste aufgrund von Reputationsschäden, Klagen von Kunden oder auch Betrugsmöglichkeiten.

Der HypoVereinsbank ist es wichtig, eine aktive Compliance-Kultur zu leben, in der sich alle Mitarbeiter ihrer Verantwortung und ihres Handlungsspielraums bewusst sind – und in Zweifelsfällen oder bei sehr hoher Komplexität die Compliance-Abteilung als beratende Instanz hinzuziehen. Alle Mitarbeiter absolvieren jedes Jahr eine Vielzahl verpflichtender Compliance-Trainings zu Themen wie Geldwäsche, Interessenkonflikte, Kartellrecht, Betrugs- und Korruptionsprävention sowie Datenschutz. Bei Verdacht auf einen Verstoß können sich unsere Mitarbeiter vertraulich unser internes Hinweissystem SpeakUp nutzen.

Weitere Themen

  1. Mit klaren Zielen in die Zukunft

    Das Nachhaltigkeitsprogramm der HypoVereinsbank

  2. Nachhaltig im Kerngeschäft

    Ausgeprägte Servicekultur und ökologisch-sozial verträgliche Finanzierungen

  3. Unsere Verantwortung:

    Langfristig Wert schaffen